WebP vs JPG vs PNG vs AVIF: Was sollten Sie verwenden?

Wenn Sie schon einmal per Rechtsklick „Bild speichern unter“ ausgewählt haben und vor einem Dropdown mit Formaten standen, kennen Sie das Problem: JPG, PNG, WebP und jetzt auch AVIF beanspruchen alle für sich, die „richtige“ Wahl zu sein, und die ehrliche Antwort lautet: es kommt darauf an, was im Bild ist und wohin es geht. Hier die praktische Version, ohne Marketing-Sprech.

JPG: der Standard für Fotos

JPG (oder JPEG) nutzt verlustbehaftete Komprimierung — es entfernt Bilddetails, die Ihr Auge wahrscheinlich nicht bemerkt, im Austausch für eine viel kleinere Datei. Dieser Kompromiss passt genau zu Fotografien, wo es ohnehin jede Menge natürliches Detail und Rauschen im Überfluss gibt.

  • Ideal für: Fotos, alles mit Farbverläufen, komplexer Farbe oder Textur.
  • Schwachpunkt: scharfe Kanten und flache Farben (Text, Logos, UI-Screenshots) neigen zu unscharfen „Artefakten“ an den Rändern.
  • Keine Transparenzunterstützung.

PNG: der Standard für Grafiken

PNG ist verlustfrei — es entfernt nie Details, weshalb ein PNG im Vergleich zum Original immer pixelgenau aussieht. Der Preis dafür ist die Dateigröße: PNG muss deutlich mehr Aufwand betreiben, um ein Bild zu verkleinern, ohne etwas zu verlieren, sodass es bei einem echten Foto meist größer ausfällt als ein vergleichbares JPG.

  • Ideal für: Logos, Icons, Screenshots, Illustrationen, alles mit flacher Farbe oder Text, und alles, was einen transparenten Hintergrund braucht.
  • Schwachpunkt: Fotos. Die Qualitätseinstellung hat bei reiner PNG-Ausgabe kaum Wirkung, da es keinen „Qualitätsregler“ gibt, der tatsächlich Details entfernt — man kodiert im Wesentlichen dieselben Pixel nur effizienter neu.
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WebP: der moderne Mittelweg

WebP ist neuer und unterstützt beide Modi: verlustbehaftet (wie JPG, aber meist 25–35 % kleiner bei gleicher visueller Qualität) und verlustfrei (wie PNG, mit spürbar besserer Komprimierung bei den meisten Bildern). Es unterstützt außerdem Transparenz. Für den alltäglichen Gebrauch ist WebP schlicht eine kleinere Version von dem, was man sonst wählen würde.

  • Ideal für: fast alles, sofern die Plattform, auf die hochgeladen wird, es unterstützt.
  • Schwachpunkt: eine Handvoll älterer Tools, manche Druck-Workflows und ein paar Plattformen akzeptieren es noch immer nicht — der häufigste Grund, warum man eine WebP-Datei am Ende doch wieder in JPG oder PNG umwandeln muss.

AVIF: die neueste Option, und inzwischen die effizienteste

AVIF ist noch neuer als WebP und schlägt es in Sachen reiner Komprimierung meist — oft 20–30 % kleiner als ein vergleichbares WebP bei gleicher visueller Qualität, mit sowohl verlustbehafteten als auch verlustfreien Modi genau wie WebP.

Jeder moderne Browser kann AVIF-Dateien bereits problemlos anzeigen — die Unterstützung fürs Anzeigen ist schon seit einiger Zeit universell. Das Erstellen war früher der Haken: Browser, die AVIF nativ kodieren können, beschränken sich auf Chrome und Edge, da Firefox und Safari nie einen eigenen AVIF-Encoder ausgeliefert haben. img-compress umgeht das, indem es einen eigenen AVIF-Encoder (zu WebAssembly kompiliert) verwendet statt sich auf den des Browsers zu verlassen — die Umwandlung zu AVIF funktioniert dadurch unabhängig vom verwendeten Browser gleich.

  • Ideal für: die kleinstmögliche Datei herausholen, besonders bei Fotos — je größer das Bild, desto mehr schlägt es meist WebP.
  • Schwachpunkt: langsamer in der Erstellung als WebP oder JPG, da mehr Aufwand für diese zusätzliche Komprimierung betrieben wird. Lohnt sich für eine Handvoll Bilder; weniger Priorität, wenn Hunderte auf einmal im Stapel verarbeitet werden.

Also, was brauchen Sie wirklich?

Eine einfache Entscheidungshilfe:

  • Es ist ein Foto, und Sie wollen die kleinstmögliche vernünftige Datei → AVIF für das kleinstmögliche Ergebnis, oder WebP (verlustbehaftet), wenn Sie lieber etwas zusätzliche Komprimierung gegen eine schnellere Umwandlung eintauschen.
  • Es ist ein Logo, Icon oder Screenshot mit Text → PNG, oder WebP (verlustfrei), falls die Plattform es unterstützt.
  • Es muss absolut überall funktionieren, ohne Ausnahme → JPG für Fotos, PNG für Grafiken.
  • Sie haben eine WebP-Datei, und die Zielplattform lehnt sie ab → wandeln Sie sie in JPG oder PNG um.

Dieser letzte Fall, die Umwandlung aus WebP heraus, kommt häufiger vor, als man denkt: viele exportierte oder heruntergeladene Bilder liegen heutzutage standardmäßig als WebP vor, und nicht jedes Tool auf der Empfängerseite hat schon nachgezogen.

Das Ganze, ohne Ihre Dateien irgendwohin hochzuladen

img-compress beherrscht alle vier Umwandlungen, JPG, PNG, WebP und AVIF, in beide Richtungen, direkt im Browser. Es liest außerdem HEIC/HEIF-Dateien (das Format, in dem iPhone-Fotos meist vorliegen) unter Safari, sodass Sie sie in das benötigte Format bringen können. Der gesamte Vorgang läuft auf Ihrem Gerät: nichts wird an einen Server gesendet, egal ob Sie ein einzelnes privates Foto oder einen öffentlichen Screenshot bearbeiten.

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